Sommerzeit  – Tipps zur Zeitumstellung mit Babys und Kleinkindern

Sommerzeit  – Tipps zur Zeitumstellung mit Babys und Kleinkindern

Im März steht die Umstellung auf Sommerzeit wieder an. In diesem Jahr erfolgt die Umstellung auf die Sommerzeit am Sonntag, den 29. März 2020. Um 2 Uhr nachts werden die Uhren eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Diese Nacht ist also kürzer. Am Abend bleibt es dann länger hell und Morgens dauert es erst einmal länger bis es hell wird. Im Verlauf des Frühlings und des Sommers verschiebt sich der Sonnenaufgang nach vorne, sodass es dann auch wieder früher hell wird.

Welche Auswirkungen kann die Zeitumstellung auf unseren Schlaf und den unserer Kinder haben? 

Die Uhren werden ja um eine Stunde vorgestellt. Zeigt der Wecker 7 Uhr, ist es gefühlt eigentlich erst 6 Uhr. Uns wird demnach eine Stunde Schlaf weggenommen. So kann es sein, dass Kinder morgens schwerer aus dem Bett kommen oder länger schlafen möchten.

Dafür kann es dann abends sein, dass die Kinder noch nicht einschlafen, weil es draußen noch so hell ist und weil ihre innere Uhr noch nicht auf Schlaf programmiert ist.Nach der Zeitumstellung ist es dann zB 20 Uhr abends, für viele Zeit zum Schlafen gehen, die innere Uhr steht aber auf 19 Uhr.

Vor allem Eltern mit Kindern, die morgens eh schon gerne länger schlafen, denen kann die Umstellung zur Sommerzeit mehr zu schaffen machen. 

Dabei kann man auch noch auf folgendes achten:

  • Um Kinder an die Zeitumstellung zu gewöhnen, können Eltern am besten schon eine Woche vor der Umstellung darauf achten, dass der Nachwuchs früher schlafen geht. Wenn es feste Ins-Bett-Geh-Zeiten abends gibt, alles immer 10-15 Minuten früher beginnen lassen – also Abendbrot ab dieser Woche schon um 10 vor 18 Uhr statt 18 Uhr usw. – so kann man sich dann im Verlauf der Woche schon um die eine Stunde vorarbeiten.
  • Auf die Verdunklung im Schlaf / Kinderzimmer achten. Im Winter hilft ja das frühe Dunkelwerden auch beim müdewerden. Melatonin wird ja bei Dunkelheit ausgeschüttet. Da die Abende im Sommer ja immer länger hell sind, kann das Kinder länger wach halten abends. Jetzt ist eine gute Zeit, um sich um dunklere Rollos oder Vorhänge zu kümmern.
  • Morgens wiederum macht es dann Sinn, die Verdunklung früher hochzulassen, damit die Kinder langsam vom Licht geweckt werden – also der ganz natürlich Aufwachprozess, der uns Menschen schon geweckt hat, als es noch keine Wecker gab.
  • Ansonsten hilft es nach der Zeitumstellung, einfach die neue Uhrzeit als alte Uhrzeit zu nehmen und sich gar nicht so viel mit „jetzt ist es doch schon – oder erst…. wie viel Uhr“ zu beschäftigen.

Früher war übrigens die Winterzeit die übliche Zeit in Europa und die Sommerzeit gibt es noch gar nicht so lange..Sie wurde 1980 eingeführt, mit der Begründung, dass so Strom und Heizkosten gespart werden können. Mittlerweile ist man aber zu der Einsicht gekommen, das man nicht zwangsläufig Energie spart.

Außerdem haben Umfragen ergeben, dass besonders der Übergang zur Sommerzeit schwerer fällt als die Umstellung zur Winterzeit.

Ich wünsche euch einen sanften Übergang zur schönen Sommerzeit und viel Genuss und Freude, euer Schlafcoach Julia Beroleit

Schlafen in der Vorweihnachtszeit

Schlafen in der Vorweihnachtszeit

https://berlinmitkind.de/familienleben/gesundheit/tipps-fuer-einen-besseren-schlaf-in-der-vorweihnachtszeit/

So schläft dein Baby gut bei Hitze

In den heißen Sommern, wenn das Thermometer tagsüber auf mehr 30 Grad Celsius steigt, heizen sich die Wohnungen immer mehr auf und auch abends gibt es keine Abkühlung.

In den ersten Lebenswochen haben Neugeborene noch Schwierigkeiten, ihren Wärmehaushalt zu regulieren. Deswegen müssen die ganz Kleinen vor zu viel Hitze und Überhitzung geschützt werden. Aber auch bei größeren Babys und Kleinkindern sorgen die heißen Nächte zum Teil für sehr unruhige Nächte.

Hier sechs kühlende Tipps, wie ihr eure Kinder in den heißen Nächten besser schlafen können.

1 So geht der Hitze-Check am Nacken
Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren, wie ältere Kinder oder Erwachsene. Schwitzen tun die ganz Kleinen zum Beispiel oft kaum und so fehlt ihnen noch die Kühlfunktion für die Haut. Ob deinem Baby zu warm ist, kannst du am besten im Nacken fühlen: Die Haut sollte sich dort warm, aber nicht schwitzig oder feucht anfühlen. Die Hände und Füße sind bei einem kleinen Säugling noch keine Referenz, ob ihm zu warm oder kalt ist – erst zwischen dem dritten und zwölften Lebensmonat regulieren sich die Körperprozesse und dann kann es sich an Temperaturschwankungen besser anpassen.
Größere Kinder schwitzen abends im Bett vielleicht auch nicht unbedingt – sie können aber vielleicht schon sagen, dass ihnen zu heiß ist oder man fühlt auch, dass sich ihre Haut wärmer als sonst anfühlt.

2 Das ist richtige Kleidung zum Schlafen
Dem Baby könnt ihr neben der Windel einen Body aus Naturfasern oder einen dünnen Schlafanzug ohne Füße anziehen. Dazu könnt ihr einen speziellen Sommerschlafsack aus leichten und luftdurchlässigen Textilien ergänzen. Gut, wenn er einen Reißverschluss hat, den man unten ein wenig öffnen kann. So kommt Luft an Babys Füße.
Auch Pucksäcke, in denen ein Kind nur bis zur Taille steckt, sind im Sommer prima.

Größere Kinder können kurzärmelige Schlafanzüge anziehen und wenn sie schon Decken verwenden, kann man ihnen ein Laken oder nur den Bettbezug geben.

Wichtig ist, dass ihr die Kinder dann im Verlaufe der Nacht wieder etwas wärmer anzieht oder mehr zudeckt, denn zum einen senkt der Körper seine Körpertemperatur in der zweiten Nachthälfte unter anderem für Stoffwechselprozesse, zum anderen kühlt während der Nacht auch die Luft ab. Wenn die heißen Nächte vorbei sind, unbedingt darauf achten, die Nachtwäsche auch wieder anzupassen, sonst frieren die Kinder womöglich in der Nacht und könnten sich sogar erkälten.

3 So bleibt es kühl im Schlafzimmer
Die optimale Temperatur zum Schlafen sind 16-18 Grad, im Sommer sollten es maximal 22 Grad im Schlafzimmer sein.
Dafür solltet ihr die Fenster tagsüber unbedingt geschlossen halten und am besten auch abdunkeln. Nur kurz vor dem Schlafengehen und am frühen Morgen lüften. Auch nasse Tücher können für etwas Abkühlung im Raum sorgen. Einfach ans Fenster hängen, und schon sorgt die einströmende Luft und das verdunstende Wasser aus dem Stoff für eine deutliche Abkühlung.

  1. Ein Lappen kann Wunder wirken
    Größere Babys und Kleinkinder kann man im Bett auch vorsichtig mit einem lauwarmem Lappen an Beinen und Kopf abreiben. Die Umgebungsluft kühlt die leicht feuchte Haut und kann so das Einschlafen erleichtern.
    Bei größeren Kindern kann man auch Decken oder Lappen kurz in den Kühlschrank legen – das sorgt auch für eine schöne Abkühlung am Abend. Danach die Kinder unbedingt wieder abtrocknen.
  2. Ein Schuss Extra-Flüssigkeit für alle
    Kinder brauchen bei Hitze auch tagsüber mehr Flüssigkeit. Voll gestillte Babys könnt ihr jetzt öfter anlegen, dann können sie mit der Vormilch ihren Durst löschen. Sie brauchen kein zusätzliches Wasser! Die Mamas allerdings schon 🙂
    Und auch größere Kinder und Flaschenkinder sollten am Tage und am Abend ausreichend Wasser trinken.
  3. Besser nicht im Kinderwagen oder im Auto schlafen lassen
    Beobachte dein Kind besonders gut, wenn es im Kinderwagen einschläft. Kinderwägen können sehr warm und stickig werden. Lasse dein Baby dort niemals unbeobachtet dort schlafen. Ebenso darf es im Sommer nicht im Kindersitz im Auto weiterschlafen. Selbst wenn die Fenster offen sind, kann die Temperatur in einem geparkten Auto gefährlich schnell steigen.

Ich hoffe, mit diesenTipps kommt eure Familie gut durch diesen immer noch so heißen und wunderbaren Sommer.
Alles Liebe euer Schlafcoach Julia Beroleit von Cosy Eleven

Wie Schulkinder den Sommerferien Jetlag gut überwinden

Wie Schulkinder den Sommerferien Jetlag gut überwinden

Sechs Wochen Ferien, sechs Wochen Ausschlafen  – und dann ist plötzlich der Schulalltag wieder da. Hier ein paar Erklärungen und Tipps, wie euch die Umstellung gut gelingen kann. Jetzt nach den Sommerferien leiden viele Schulkinder unter – ich nenne es mal  – „Sommerferien Jetlag“. 6 Wochen lang spät/er ins Bett gehen, teilweise 1-2 Stunden nach der normalen Ins-Bett-Geh-Zeit als während der Schule. Bei den „Eulenkindern“, also den Kindern, die generell lieber morgens länger schlafen und abends schwerer ins Bett kommen, ist die Ferienzeit sehr willkommen – es entspricht ein bisschen mehr ihrem natürlichen Schlafbedarf. Diese Kinder lieben das Ausschlafen, endlich können sie schlafen so lange sie wollen und ihre Aufstehzeit verschiebt fast von Ferientag 1 nach hinten.  Frühaufsteher-Lerchenkinder wollen im Urlaub auch später ins Bett gehen – es ist hell, alle sind lange wach… bei ihnen dauert es aber zum Teil sogar bis zu 2-3 Wochen, bis auch sie ihre Aufstehzeit ein Stück nach hinten schieben. Bei diesen Kindern staut sich oft schon während der Ferien ein kleiner Jetlag an.  Bei Lerchenkindern sollte man also auch in den Ferien darauf achten, dass sich ihre Schlafenszeit nicht jeden Tag bis zum Äußersten ausdehnt. Das kann schwierig sein, durchzusetzen, vor allem, wenn andere Kinder länger wach sein dürfen – aber Schlafmangel ist sehr ungesund und äußert sich oft in höherer Reizbarkeit, einem dünneren Geduldsfaden und Weinerlichkeit. Allerdings haben es Lerchenkinder dann nach den Ferien ein bisschen leichter, wieder in den Schulalltag zu starten. Ihre Ferien-Aufstehzeit hat sich vielleicht nur um maximal eine Stunde verschoben, zum Beispiel von normalerweise 6:30 auf 7:30. Eulenkinder schlafen in den Ferien zum Teil bis 9-9:30. Sie müssen also von jetzt auf gleich sogar bis zu 2 Stunden früher Aufstehen kompensieren. Hier ein paar Tipps, wie ihr den Jetlag mit euren Kindern überwinden und den inneren Rhythmus wieder auf die Schulzeit vorbereiten könnt. 1) Abends wieder früher zu Bett Wenn ihr es schafft, in der letzten Ferienwoche schon einmal beginnen, die Kinder jeden Abend immer ein bisschen früher ins Bett zu schicken. Am besten so im 15 Minuten Rhythmus. Also statt 22:30 in die letzten Wochen, 22:15 an Abend 1, 22:00 an Abend 2 und so weiter. Dann ist es am ersten Schultag nicht ganz so schwer. 2) Morgens früher wecken Eine andere Idee ist, die Kinder auch in der letzen Ferienwoche ein bisschen früher zu wecken – nicht mit dem Wecker, sondern sanfter: mehr Licht machen, rum klappern, Musik anmachen, so dass man schön aufwacht.  3) Gute Laune am Morgen In der ersten Woche nach den Ferien ist die Umstellung am härtesten. Die Eltern können ihren Kindern das Aufstehen ein bisschen erleichtern, wenn sie selbst nicht morgens schon im Stress sind. Ein liebevolles Wecken mit Musik oder dem Duft von einem schönen Frühstück, lässt alle ein bisschen besser wieder in den Alltag starten. Seid nicht zu streng mit schlecht gelaunten, müden Kindern – sondern seid besonders lieb zu ihnen, das hilft ihnen am meisten.  4) Ein schönes Abendritual Auch hilft es, die Abende möglichst harmonisch zu gestalten. Frühe Abendbrotzeiten einplanen, um danach den Kindern noch die Möglichkeit zu geben, etwas Schönes zu machen oder vielleicht noch mal rauszugehen und sich zu bewegen. Das frühere „ins Bett gehen“ zum Beispiel mit der Aussicht auf eine längere Vorleseeinheit schmackhaft machen. Wenn die Kinder dann trotzdem nicht einschlafen können, Mitgefühl zeigen und nicht zu streng werden, die Kinder können nicht auf Knopfdruck und nicht mit Stress einschlafen. 5) Gemeinsam Atmen und eine Massage zum Einschlafen Wenn das Einschlafen schwer fällt, könnt ihr mit euren Kindern eine kleine Atemübung machen. Legt eurem Kind eine Hand auf den Bauch und bittet es, ganz tief dahin zu atmen. Zählt dazu beim Einatmen bis zwei, beim Ausatmen bis 4. Das bis zu 10 oder 15 mal wiederholen. Das hilft beim Entspannen und Abschalten. Zusätzlich könnt ihr eure Kinder mit einer Fußmassage verwöhnen und ihnen so das Im-Bett liegen verschönern.
> Wie auch bei der Zeitumstellung in Frühling und Herbst – spätestens nach 10 Tagen sind alle wieder mitten drin im Alltag und in den regulären Schlafzeiten. Bis dahin wünsche ich euch viel Geduld und gute Laune 🙂
Leiden eure Kinder auch an Sommerferien Jetlag? Viele Grüße, euer Schlafcoach Julia