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Die 6 wichtigsten Regeln für ein schönes Abendritual

Die 6 wichtigsten Regeln für ein schönes Abendritual

Das Abendritual mit Kindern • Ist das wichtig?
 
Ein verlässlicher Tagesablauf hilft Kindern und Eltern, sich im Tag zu orientieren und zu wissen, was als nächstes kommt. Wenn man eine Routine für Essens-, Schlafens- und Spielzeiten hat, bringt das Ruhe in Tag und Abend. Lest hier meine 6 besten Tipps für ein Abendritual.

Ein Abendritual gibt der Zeit vor dem Schlafengehen eine Struktur, an die man sich halten kann. Dieses entwickelt sich aber mit dem Kind weiter und ist keine starre Vorgehensweise. Man kann mit dem Abendritual beginnen, wenn das Baby ein paar Wochen alt ist – dann ist es zum Beispiel ein: > Licht dimmen, Schlafanzug / Schlafsack anziehen, stillen / füttern und Schlaflied singen. Spätestens wenn das Kind ein Jahr alt wird, sollte man ein Abendritual einführen. Natürlich kann man ab und zu die Routine durchbrechen, man möchte ja auch flexibel bleibe.Dabei ist es wichtig, nicht immer nur die Uhr im Blick zu haben, damit man auch flexibel reagieren kann.Das Abendritual sollte dazu dienen, die Systeme runterzufahren und entspannen, denn vor das Schlafen hat die Natur die Entspannung gesetzt. 

Hier schreibe ich euch paar wichtige Tipps zum Thema Abendritual auf:

1.Das Abendritual ist super kuschelig und gemütlich:

Setzt oder legt euch hin, aufs Sofa, ins Elternbett oder Kinderbett und macht es euch so richtig gemütlich. Die liebevolle Zuwendung vor dem Schlafengehen bestärkt das Kind in dem Gefühl, in Geborgenheit und Sicherheit zu sein.

2. Das Abendritual sollte möglichst jeden Abend einen gleichen Ablauf haben

Damit Ihr und eure Kinder wisst, was als nächstes kommt, läuft das Abendritual jeden Abend möglichst gleich ab. Ihr Eltern bestimmt dabei den groben Ablauf und den Rahmen des Abendrituals. Die Kinder dürfen gewisse Dinge mit entscheiden, wie z.B. welchen Schlafanzug sie anziehen oder welches Buch sie lesen möchten.

3. Das Abendritual ist zeitlich begrenzt

Gestaltet das Schlafritual überschaubar und mit einem klaren Anfang und Ende. Alles in allem sollte das Abendritual bei 0-3 Jährigem nicht länger als 20 Minuten dauern und bei Kindern ab 4 vielleicht 30 Minuten.

4. Ruhe und Entspannung vor dem Schlafen

Die Zeit vor dem Schlafengehen sollte harmonisch, angenehm für alle und in schöner Atmosphäre verlaufen. Fangt mit dem Abendbrot und der Abendroutine rechtzeitig an, damit alles in Ruhe passieren kann und die Übergange nicht zu stressig werden. Vermeidet außerdem vor dem Schlafengehen zu wilde und aufregende Spiele, Streits (auch unter den Eltern) und zu spannende Geschichten.

5. Licht dimmen

Melatonin, auch bekannt als Schlafhormon, gibt dem Körper das Signal zum Schlafen. Deswegen solltet ihr zum Abendritual das Licht dimmen, damit das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet werden kann. Ist es zu hell im Zimmer, sowohl abends, als auch nachts, z.B. mit zu hellen Nachtlichtern, dann wird weniger Melatonin gebildet und es kann sein, dass ihr und eure Kinder schwerer einschlaft oder auch nachts leichter aufwacht.

6. Tablets, Filme, Fernseher und Co hindern beim Einschlafen

Ebenso sollten mindestens anderthalb Stunden vor dem Schlafen blaue Lichter von Handys, iPads und Computern und Fernsehen tabu sein: die Melatoninausschüttung kann sich durch das blaue Licht der Geräte erheblich verzögern (übrigens auch bei uns Erwachsenen!). Außerdem ist das Schauen von Filmen etc. sehr aufregend und aufputschend für die Kinder und sie brauchen eine gewisse Zeit, das zu verarbeiten und wieder runter zu kommen.

Gute Nacht und entspannte Abende wünscht euer Schlafcoach

Julia

„Mama, du bist so nervig!“ Wie behalte ich meine Geduld in der „Wackelzahn-Pubertät“

„Mama, du bist so nervig!“ Wie behalte ich meine Geduld in der „Wackelzahn-Pubertät“

Hier lest und findet ihr: Alles über die Wackelzahn-Pubertät der Erstklässler / 5 Tipps für mehr Geduld und Gelassenheit bei Wutausbrüchen / Eine tolle Verlosung

Alle kennen die so genannten „Terrible Twos“, die erste große Autonomiephase zum Ende des zweiten Lebensjahres, die Phase der Ich-Bildung und „alleiiiiiiiine machen“-Schreiens— allgemein bekannt unter dem Titel „Trotzphase“. Jeder weiß um den großen Schrecken aller Eltern von Teenagern – die richtige Pubertät..

Dazwischen gibt es eine Phase, die nicht so bekannt ist – die so genannte „kleine Pubertät“ oder auch „Wackelzahn-Pubertät“.

Wenn die Kinder das Schulalter erreichen und die Milchzähne anfangen zu wackeln und auszufallen, beginnt alles bisher Gekannte auch zu wackeln.

Der Sprung innerhalb des ersten Schuljahres ist immens. Bei der Einschulung sind die Kinder eher noch die kleinen Kindergarten-Kinder, man denkt sich: „Oh, mein kleines „Baby“ mit seinem Riesenranzen in der riesengroßen Schule..“. Ein paar Monate später aber sind es schon „andere“ Kinder – sie machen einen Schuss, Arme und Füße wachsen, der letzte Babyspeck im Gesicht verschwindet und dadurch dass auch Kopf und Kiefer wachsen, lockern sich die Zähne und die ersten Milchzähne fallen raus. Die Kinder versuchen instinktiv, die anatomischen Veränderungen durch Bewegung auszugleichen – nicht immer leicht in der Schule.

Zu diesen eher harmlosen körperlichen Veränderungen kommen die weitaus heftigeren emotionalen Veränderungen.

In einer kurzen Episode zusammengefasst, könnte ein Morgen mit einem Erstklässler zum Beispiel so aussehen:

6:00 Uhr morgens:

Kind (schreit empört): „Aufstehen!!! Halloooooo, warum ist hier keiner?“

Mutter schreckt aus Schlaf hoch und kommt in die Küche: „Hui, du bist aber früh wach…“

Kind heult auf und rennt in sein Zimmer: „Immer mache ich alles falsch“.

Mutter schaut ins Zimmer, holt Luft, will etwas sagen.. „Gehhhhh weeeeeg!!!“ schallt es ihr entgegen.

mmmmh… puuuuh, durchatmen, erst mal Kaffee kochen.

5 Minuten später kommt der wieder gut gelaunte 7-jährige zurück in die Küche:

„Hallo Mama, darf ich bitte ein Marmeladenbrot haben? Weißt du, Mama, was gestern noch….“, weitschweifige Erzählungen folgen.

Gegen 7:15:

Mutter: „Könntest du dich bitte anziehen?“

Kind: (in seinem Zimmer, mit den Gedanken woanders)

Mutter: „Kind, kannst du dich bitte anziehen.“

Kind: „Was hast du gesagt?“

Mutter: „Dass du dich bitte anziehen sollst“

Kind: „Warte, ich muss noch kurz….(wahlweise was einsetzen, was gerade gemacht wird)

Gegen 7.25

Mutter (schon strenger): „So, jetzt ist echt höchste Zeit“

Kind (jammert): „Mann, immer bist du soooo miiiiiiies!“

Mutter (streng): „Die Schule beginnt gleich“

Kind (schreit): „Ich WILL nicht zur Schule heute!“

Mutter (schreit): „Zieh dich jetzt SOFORT an!“

Kind (zischt und rollt mit den Augen): „Mama, du bist so nervig!“

… naja, ihr könnt es euch vorstellen. Das gleiche Spiel spielen wir dann noch mal wegen Zähneputzen, dann kommt (jammernd): „Ach jetzt habe ich doch noch mehr Hunger“, dann kommt (verunsichert): „Mama, der xy wollte sich das ausleihen und nun will ich das nicht und ich weiß nicht, wie ich ihm das sagen soll…“, zwischendurch ist man noch mal „fiiiiiiies oder auch miiiiiiies“ und soll noch ein paar Mal „weggehen“. Und dann sind wir endlich um kurz vor acht auf dem Weg zur Schule und dann: „Mamaaaa, kann ich von hier alleine weitergehen?“. Ach ja, Loslassen und Geduld, die beiden großen Themen dieses Alters..

Alle möglichen Emotionen – von Freude, über Wut, Angst, Bedauern, Beleidigtsein – innerhalb einer Stunde kann alles vorkommen – überhaupt kein Problem in der Welt der 6- oder 7jährigen.

Zu Hause habe ich mich dann – wie schon so oft gefragt: Wie schaffe ich es, in diesen Phasen ruhig und geduldig zu bleiben? Wie kann ich mein Kind in diese Phase unterstützen und nicht selbst hochkochen und zurück schreien?

Meine 5 Tipps für mehr Geduld und Gelassenheit bei Wutausbrüchen o.ä. bei Kindern

  1. Gegenhalten verlängert das Leid

Wenn du mitmachst, hast du verloren. Wenn du, was ja manchmal nur zu verständlich ist, auch anfängst zurück zu brüllen oder die gleichen Argumente wie dein Kind verwendest, dann wird es noch schlimmer. Zu allem Überfluss werden wir uns kurz nach unserem Rückausbruch richtig schlecht fühlen, wir haben ein schlechtes Gewissen und fühlen uns gar nicht besser. Außerdem wird der Konflikt so in die Länge gezogen.

2. Nicht zu persönlich nehmen

„Mama, du bist so nervig“. „Papa, immer bist du so mies“ und so weiter. Meistens sollte die Devise gelten: Da rein, da raus. Wenn es richtig schlimme Worte sind oder es zu häufig vorkommt, sollte man seinem Kind natürlich sagen, dass seine Worte verletzen und es das bitte lassen soll.

Ansonsten hilft Humor bei uns tatsächlich in solchen Fällen eher mal. Manchmal kommen ja sehr lustige Schimpfwörter bei raus, dann hilft es allen, einfach mal drüber zu lachen.

3. Nicht zu viel reden, besser mal zuhören

Wir neigen gern mal dazu, auf ein wütendes, beleidigtes Kind einzureden und einzureden. Oder wir erklären, warum wir etwas verboten haben lang und breit. Oder wir versuchen, ihn mit wirklich logischen Argumenten zu erklären, warum man abends um 20 Uhr keinen Film mehr schauen kann. Wie bei Tipp 1 gilt auch hier, je mehr Worte, desto weniger Verständnis. Zumindest in der Hochphase der Wut. Wenn die Phase vorbei ist, kann man auch wieder reden. Dann hilft es, wenn man mal fragt, was los war und mal abwartet, was da kommt. Über Gefühle zu sprechen, ist nämlich gar nicht so einfach und die richtigen Worte zu finden auch nicht, wenn man 6, 7 oder 8 Jahre alt ist. Aber wenn man sich die Zeit nimmt, kommen meistens echt gute Antworten. Es macht nämlich aus ihren Blickwinkel oft ganz schön viel Sinn, ich hatte schon so manchen „Aha-Effekt“.

4. Atmen

Es ist ja so: Kind sagt, macht oder brüllt etwas. Man holt Luft, um irgendwas dagegen zu setzen. Halt kurz inne. Atme aus. Dann noch mal ein und aus. Und sogar noch einmal. Wenn das Gehirn wieder einsetzt, einfach einen oder mehrere der hier genannten Tipps anwenden. Dann ist der erste Impuls vorüber und man kann sich fragen: „Was steckt jetzt hinter dem Verhalten meines Kindes“. Oder auch: „Warum macht mich das Verhalten meines Kindes eigentlich so wütend?“ Dann kann man einfach da weiter machen und das wird das sehr konstruktiv und man kann einiges über sich selbst lernen.

5. Geduldsarmband ummachen, Spruch verinnerlichen

Da ich im Moment mit meinem „Wackelzahnkind“ auch viel Geduld aufbringen muss, habe ich etwas gesucht, was mit in diesen Momenten daran erinnert, ruhig zu bleiben. Da habe ich den tollen „Geduldsfaden“ von der Glücksschmiedin entdeckt. Der Geduldsfaden an meinem Handgelenk hat mich nun schon häufiger einen Kinder-Wutausbruch an mir vorbei ziehen lassen. Ich nehme ihn wahr und dann erinnere ich mich an den schönen Sinnspruch, der zusammen mit dem Armband kam: „Liebe mich am meisten, wenn es dir besonders schwer fällt, denn dann brauche ich es am dringendsten.“ Dann komme ich wieder runter und ich kann mich wieder den wirklich wichtigen Dingen zuwenden.

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VERLOSUNG: Weil ich die Armbänder der Glücksschmiedin so toll finde, verlose ich 5 Armbänder „Geduldsfaden“ an Eltern, die sich auch am Tag öfter mal an ihre Geduld erinnern möchten 🙂 Die Verlosung der Geduldsfäden startet Montag, den 17.07.2017 um 08:05 Uhr früh, pünktlich zum Unterrichtsbeginn und endet am 30.07.2017 um 23:59) . Den Link zum Gewinnspiel und die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

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Liebe Eltern, habt ihr noch andere Tipps und Tricks, wie ihr mit solchen Wutsituationen umgeht? Was sind bei euch klassische Auslöser? Ich freue mich über eure Anregungen und verbleibe mit entspannten Grüßen,

Euer Schlafcoach Julia

 

Yogaübung für gestresste Eltern

Yogaübung für gestresste Eltern

Heute ist Welt-Yogatag!

Passend dazu interessiert mich die Frage, was die beste Yogaübung ist, wenn man abends bei seinem Kind am Bett sitzt und es in den Schlaf begleitet, man gestresst oder unruhig ist und diese Spannung auf sein Kind überträgt.

Dazu befragte ich meine Expertin, die Yogalehrerin Sarah Müggenburg von Om Living.

IMG_8749 Kopie Das sind Sarah und ihr Sohn Linus (4 Jahre)

Hallo Sarah, erzähl doch einmal kurz wer du bist und was du machst.

Als Mama von zwei Söhnen (4 und 10), Yogalehrerin und Gründerin von Om Living möchte ich anderen Mamas helfen, mehr Balance und Entspannung ins Leben zu bringen und für all ihre vielfältigen Aufgaben und Ziele zu stärken. Ich bin überzeugt davon, dass Kinder unser Leben bereichern und dass es unsere Aufgabe ist, ihnen Wurzeln und Flügel geben. Das können wir nur tun, wenn wir selbst geerdet und im Einklang mit uns sind.

Mich interessiert heute die Frage: Was können Eltern machen, wenn man sich nervös und unausgeglichen fühlt. Die Kleinen haben ja so wahnsinnige Antennen und wenn es ans Einschlafen geht, sind wir vielleicht vom Tag  oder von irgendwelchen Themen total gestresst und wir können uns gar nicht in Ruhe dem Kind und dem Einschlafen widmen. Da wäre es toll, wenn du mir ein paar Tipps geben kannst, was Eltern machen können, wenn sie merken: „Ich bin total nervös.“

Das ist wirklich eine gute Frage und du fragst genau die Richtige! ☺ Meine Kinder sind wahrlich keine guten Einschläfer und das ganze Einschlafprozedere kann viele Abende füllen und unterschiedlichste Ausmaße annehmen. Dabei Geduld und Nerven zu behalten, ist eine hohe Kunst und eine tägliche Herausforderung. 😉 Meine Tipps sind die folgenden:

Tipp 1: Mein Ansatz ist, dass ich mir, wie am Anfang einer Yogastunde zunächst einmal eine Absicht setze, die ich mir dann wie ein Mantra vorbete: Ich bleibe ruhig und genieße das Bedürfnis nach Näher meiner Kinder. Was auch immer passiert, bleibe ich klar und ruhig.

Tipp 2: Eine effektive Yogaübung um das Nervensystem zu beruhigen ist die Vorbeuge. Auf die Bettkante setzen, die Arme vor der Brust verschränken und die Ellbogen auf den Oberschenkeln aufstützen, den Kopf hängen lassen. Durch den Mund ausatmen, seufzen oder „ffff“ oder „bbbbrrrrr“. Als nächstes die Arme zwischen die Beine sinken lassen und den Kopf ausschüttlen, dabei alle Gedanken loslassen, die wir nicht mit ins Bett nehmen wollen. Abschließend langsam Wirbel für Wirbel aufrollen, die Hände auf den Bauch legen und mit geschlossenen Augen tief in den Bauch atmen.

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Bild: Die Kutscherhaltung

Tipp 4: Ich spiele meine Musik-Mantren in Dauerschleife ab, das lullt den Sohnemann richtig ein. Irgendwann hört er auch auf zu protestieren, dass er doch lieber Drache Kokosnuss hören möchte.

Meine Hör-Empfehlungen sind:

  • Baby Yoga Music: Soothing Indian Flute, Music for Deep Sleep and Relaxation
  • Yoga Baby, Dan Lofthouse
  • Mothers Blessing Mantren
  • SYNCSOULS CALM CHILD , Phantasiereisen, Schlaflieder und eine Gutenachtgeschichte für das glückliche Kind

Tipp 5: Wenn mein Vierjähriger mal wieder die Konfrontation sucht, indem er immer wieder aufsteht, Purzelbäume schlägt, Kopfstände macht oder im ganzen Haus herumläuft, gehe ich nicht darauf ein, denn das befeuert ihn nur und es artet in ein Machtspiel aus. Ich sage ihm, dass ich erstmal aus dem Zimmer gehe und mir einen Tee koche, gewinne dadurch Abstand und mache in der Zeit Atemübungen: Doppelt so lange aus, wie einatmen. Wenn ich durchgeatmet habe, gehe ich wieder zu ihm und manchmal überträgt sich die Ruhe. Dann setze ich mich zu ihm und lege meine Hand auf seine, um die Ruhe zu übertragen.

Tipp 6: Wenn auch das nicht hilft und mein Kleiner immer noch keine Anstalten macht, im Bett liegen zu bleiben, auch nicht, wenn ich mich zu ihm lege und er stattdessen ohne Faxen macht, mache ich etwas Unerwartetes wie den „brüllenden Löwen“ und lasse dabei alle Anspannung raus. Dann lade ich ihn ein, mitzumachen: Die Zunge herausstrecken und ganz laut „Bäh“ machen, dabei auf den Punkt zwischen den Augenbrauen schielen. Dreimal wiederholen. Immerhin bringt uns das zum Lachen und wir können alles rauslassen. Das macht nicht sofort müde, aber wer angespannt ist, kann ja auch nicht schlafen. 😉

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Bild: Sarah und ihr Sohn zeigen uns den „brüllenden Löwen“

Kannst du eine Übung für Kinder empfehlen, damit die lernen sich zu entspannen?

Um mehr Entspannung in unser aller Leben zu bringen, habe ich die Einschlafgeschichte „Abends im Wald“ aus dem neuerschienen Buch „Schöne Grüße an die Sonne – Der kleine Yoga-Notfallkoffer für stressige Situationen mit Kindern“ der Yogalehrerin und dreifach-Mama Ellen Aßmann – als Abendritual eingeführt: Wie ein kleiner Bär tappe ich dabei mit meinen Fingern über den Rücken meines Nachteulenkindes und kitzle ihn unter den Achselhöhlen, um eine Höhle zum Schlafen für den Bären zu finden. Mein Vierjähriger ist gleich in die Geschichte eingestiegen und hat geschnarcht wie ein Bär. Natürlich nur im Spiel, aber häufig beruhigt ihn die Geschichte so, dass er immer ruhiger wird und irgendwann einschläft.

Du hast gesagt, dass deine Kinder abends nicht gerne ins Bett gehen. Auch auf deinem Blog hast du darüber schon berichtet. Was sind denn in Kürze deine Gedanken zum Thema „Einschlafprobleme?“

Einschlafprobleme sind meiner Ansicht nach, manchmal Hinweise darauf, dass sich die Kinder nicht richtig geborgen fühlen und nicht loslassen können. Im Schlaf ist der Mensch ja komplett ungeschützt und es ist wichtig, dass Kinder in dem Gefühl einschlafen können, dass die Eltern da sind und auf sie aufpassen. Wenn also meine Kinder nicht gut einschlafen, mache ich mir Gedanken darüber, was wir ändern können, damit sich alle in der Familie wohlfühlen. Mein Mann und ich sind viel unterwegs und dadurch sind auch häufiger mal unterschiedliche Babysitter da. Das bringt Unruhe rein. Egal, ob die Kinder viel Programm haben oder wir Eltern beruflich sehr eingespannt sind, jeder braucht seinen eigenen Raum, indem er sich geschützt fühlt oder auch mal unbeobachtet sein kann. Wir Eltern müssen gut für uns sorgen, denn wir unausgeglichen sind oder unsere Probleme mit uns herumschleppen, merken es die Kinder sofort und sind beunruhigt. Meine Devise ist daher, dass wir Dinge tun, die uns guttun, seien es Yogaübungen, Laufengehen oder gute Gespräche mit Freunden. Manchmal ist es auch hilfreich, sich Pausen einzuplanen, in denen wir einfach gar nichts tun. Wenn wir in Balance sind, können auch die Kinder sich mehr fallen lassen.

>> Mehr zu dem Thema „Einschlafen bei Kindern“ könnt ihr Ende der Woche auf Sarahs Blog lesen, denn zu dieser Frage hat sie im Gegenzug mich interviewt. <<

Gibt es gerade aktuelle Kurse oder Workshops mit dir?

Gerade habe ich das Yoga Retreat Relax. Recharge. Renew. – eine Auszeit für Mamas in Stolzenhagen, Brandenburg angeboten. An diesem Wochenende konnten die Teilnehmerinnen mal wieder richtig auftanken und bei sich selbst ankommen. Das kam so gut an, dass ich es im Herbst wiederholen werde.

Für Kurzentschlossene biete ich am kommenden Wochenende einen Wohlfühl-Workshop zusammen mit Katrin Neiß von Neiss Coaching an:

Selbst. Wert. Gefühl. – ein Wohlfühl-Workshop für Mamas

Am Sonntag, 25.06.2017 von 11 bis 14 Uhr

In der Remise Zehlendorf

Charlottenburger Str. 4
14169 Berlin

An diesem Wohlfühltag für Mamas laden wir dich ein, dir selbst mehr Wertschätzung zu geben und zu spüren, wo du im Moment stehst und wo die Reise hingehen soll.

Mehr zu den Yoga Events und Themen rund um entspanntes Mamasein gibt es hier: www.om-living.com

 

Toll, herzlichen Dank, liebe Sarah für dieses schöne und ehrliche Interview,

und bis bald, euer Schlafcoach Julia von Cosy Eleven

Tag des Tagebuchs – Schreibe jeden Abend 3 Herzensdinge auf 

Tag des Tagebuchs – Schreibe jeden Abend 3 Herzensdinge auf 

Heute, am Tag des Tagebuchs, möchte ich ein kleines, feines Abendritual vorstellen, das euer Leben ein Stückchen positiver machen wird.

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Das Leben mit Kindern ist immer so schnell und kurzlebig. Manchmal verlieren wir im Alltag den Überblick und wir haben das Gefühl, wir rennen allem nur noch hinterher.  Leider hat unser Gehirn nämlich die Eigenschaft, dass wir uns besser an die schlechten Dinge erinnern können als an die schönen. Eigentlich macht es das, damit wir es beim nächsten Mal besser machen, wenn es uns wieder daran erinnert. Es führt aber eher dazu, dass wir uns gestresst fühlen und in vielem eine Belastung sehen. Deswegen sollten wir uns gerade abends vor dem Schlafen noch einmal gute Emotionen aufrufen, denn die speichert das Gehirn nachts besser im Langzeitgedächtnis ab. Im Schlaf sortiert das Gehirn wichtige und unwichtige Informationen – Wichtige werden gespeichert, Unwichtige werden gelöscht. Wir entscheiden vorher am besten aktiv, was wichtig für uns ist und was nicht.

Als kleines positives Abendritual für Eltern, kann ich euch folgendes ans Herz legen:

Lasst abends vor dem Schlafengehen euren Tag Revue passieren und überlegt, welche drei Herzensmomente ihr an diesem Tag erlebt habt. Fragen, die ihr euch dabei stellen könnt, wären zum Beispiel:

Was lief gut heute?

Wofür bin ich heute dankbar?

Was hat mich heute zum Lachen gebracht?

Was hat sich schön angefühlt?

Ihr werdet sehen, wie schnell du einen positiven Effekt bemerkst: Schreibe jeden Abend 3 schöne Dinge auf – zum Beispiel in ein schönes Buch. In einem Buch sind dann alle positiven Gedanken gesammelt und können rückwirkend nochmals gelesen werden. Die positiven Gedanken auf den vergangenen Tag produzieren wieder neue gute Gedanken für die nächsten Tage. Mit den guten Gedanken zum Ende eines Tages kannst du auch besser und erholsamer (ein-)schlafen und dadurch mehr Kraft und Kreativität für deinen Alltag schöpfen.

Aber nicht nur für euch, auch mit euren Kindern könnt ihr dieses positive Abendritual etablieren. Wenn eure Kinder noch ganz klein sind und noch nicht selber sprechen können, könnt ihr eurem Baby abends erzählen, welche 3 schönen Herzensdinge es heute erlebt hat. Wenn die Kinder dann größer sind (und wir ja nicht mehr den ganzen Tag dabei), ist es ein sehr schönes Ritual, wenn man die Kinder abends fragt, was heute schön für sie war und wann sie sich gut gefühlt haben. Das Besprechen des Tages hilft den Kindern, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und zu lernen, über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen. Sollten dabei auch Dinge zu Sprache kommen, bei denen sich das Kind nicht gut gefühlt hat, können wir das nehmen und die Situation für das Kind positiv umschreiben oder zu trösten, je nachdem, was es gerade braucht – dann kann es mit einem guten Gefühl zu der Sache einschlafen und am nächsten Tag mit neuen  schönen Gedanken in den Tag starten. Wenn ihr diese wichtigen Dinge für eure Kinder auch in ein Tagebuch schreibt, habt ihr später eine schöne Erinnerung, an das was eurer Kind in welchem Alter bewegt hat.

Fangt doch heute Abend gleich damit an und freut euch auf eure schönen Gedanken und die eurer Kinder.

Viele Grüße

Euer Schlafcoach

Julia

Cosy Eleven | Schlafcoaching für Babys und Kleinkinder – und für Eltern.

Kann der Vollmond den Babyschlaf beeinflussen?

Kann der Vollmond den Babyschlaf beeinflussen?

Heute Nacht – am 9.Juni 2017 ist wieder Vollmond. Ich beschäftige mich heute mit der Frage, ob der Vollmond die Kraft hat, uns oder unsere Babys vom Schlafen abzuhalten.

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Vorab kann man sagen – es ist immer noch nicht bewiesen, ob der Vollmond unseren Schlaf oder den Babyschlaf verschlechtert. Die Wissenschaft und Medizin sagen: Der Vollmond hat keinen Einfluss auf den Schlaf. Fragt man die Menschen nach ihren Schlafgewohnheiten während Vollmonds geben viele an, dass sie schlechter schlafen oder einschlafen können. Und auch viele Eltern stellen fest, dass ihre Babys und Kinder bei Vollmond unruhiger schlafen.

Was ist dran? Ein Schweizer Wissenschaftler hat in seiner Studie rausgefunden, dass die Testpersonen bei Vollmond im Schnitt länger brauchten, um einzuschlafen und auch bis zu 20 Minuten weniger Schlaf bekamen. (vermutlich die 20 Minuten, die sie länger zu Einschlafen brauchten…). Die Testschläfer bekamen in dem Test keine Hinweise auf Uhrzeit oder Mondphase.

Die Wissenschaft hat sich die Mühe bei Baby- und Kinderschlaf leider noch nicht gemacht, deswegen gibt es keine relevanten Studien zu diesem Thema.

Was aber durchaus einen relevanten Einfluss haben kann, ist, dass bei wolkenlosen Nächten der Vollmond sehr hell scheint und uns durch die Helligkeit länger wach hält, weil die Melatoninproduktion gehemmt wird. Es könnte Sinn machen in Vollmondnächten die Fenster zusätzlich zu verdunkeln, um davon nicht betroffen zu sein.

Es gibt außerdem andere interessante Thesen rund um den Vollmond: Zum Beispiel, dass wir Menschen zu großen Teilen aus Wasser bestehen und der Mond, da er ja auch Ebbe und Flut beeinflusst, sozusagen auch die Wassermenge in uns beeinflusst. Ich finde das sehr intressant, die Wissenschaft sagt zu diesem Thema, natürlich wieder: hat keinen relevanten Einfluss, da die Wassermenge zu klein ist.

Zwischen Wissenschaft und der gefühlten Wahrheit liegen ja oft Welten. Sind wir Erwachsenen und unsere Babys „vollmondfühlig“? Schlafen wir schlechter, wenn der Mond groß und hell am Himmel steht? Eindeutig kann man es nicht sagen.

Was aber viele Hebammen bestätigen können: Vollmond zieht die Kinder raus. Kennt ihr das? Mein Sohn wurde auch in einer Vollmondnacht geboren. Als er ein kleines Baby war, kann ich auch von unruhigeren Nächten bei Vollmond berichten. Das hat sich dann irgendwann gelegt, ich beobachte bei ihm keine Vollmondfühligkeit mehr.

Bei mir ist es so, dass ich auch fast jeden Monat den Vollmond fasziniert anschaue, denn dieser volle Mond hat schon etwas Magisches an sich. Ich kann aber trotzdem immer gut schlafen.

Wie ist es bei euch? Schlafen eure Kinder und ihr bei Vollmond schlechter?

Viele Grüße

Euer Schlafcoach

Julia

Cosy Eleven | Schlafcoaching für Babys und Kleinkinder – und für Eltern.

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Mittagsschlaf in der Kita – nicht von allen geliebt, die Ruhephasen sind aber wichtig fürs Gehirn

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Schlafen ist ja immer ein wichtiges Thema für Eltern. In diesem Artikel geht es um das Thema Mittagsschlaf in der Kita – für Eltern mit jüngeren Kinder, die sich fragen, kann mein Kind in der Kita schlafen und für Eltern mit älteren Kindern, die sich fragen: braucht mein Kind den Mittagsschlaf noch?

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Klappt das Einschlafen in der Kita? 

Viele Eltern, die ihre kleinen Kinder wegen der endenden Elternzeit oft schon ab 12 Monate in die Krippe/Kita bringen möchten, stellen sich oftmals die Frage: „Kann mein Kind ohne mich einschlafen?“ Viele Kinder werden ganz natürlich das erste Babyjahr tagsüber in den Schlaf begleitet – sei es in der Babytrage, im Kinderwagen oder auch beim gemeinsamen Mittagsschlaf. Das ist soweit normal, doch zurecht fragen sich viele Eltern, wie die Kinder dann ohne ihre Hilfe in der Kita einschlafen können.
Kinder entwickeln eine Kita-Einschlafstrategie

Eltern können meistens unbesorgt sein, denn die ErzieherInnen geben den Kleinen in der Eingewöhnungszeit und auch danach Zuwendung und die Nähe, die sie brauchen. In den meisten Fällen schlafen die Kinder dann aber „im Rudel“ recht bald mit mehr oder weniger Hilfe durch die ErzieherInnen ein. Sie entwickeln dann ihre ganz eigene „Kita-Einschlafstrategie“ und schlafen in der Kita schnell und gut ein. Eltern müssen sich also in den meisten Fällen keine Sorgen machen, denn ihre Kinder können in der Kita oftmals viele Dinge schneller und selbständiger als zu Hause.
Achten Sie am besten auf die Zeichen, die Ihnen Ihr kleiner Liebling sendet und sprechen Sie bei Bedenken und Sorgen die ErzieherInnen direkt an. Gemeinsam finden Sie sicher eine Lösung, die für Ihr Kind am besten ist.
Das nimmt ein bisschen die „Gefahr“ heraus, dass es für einige Eltern zu banal und nach „stellt euch nicht so an“ klingt. Was meinst du?

Krippenkinder brauchen den Mittagsschlaf 

In den ersten 2 Lebensjahren brauchen Kinder den Mittagsschlaf noch, um ihr Gesamtschlafbedürfnis ausreichend zu decken. Manchmal ist es so, dass besonders kleinere Kinder, die schon früh in die Kita kommen (also mit 12/13 Monaten oder früher) oftmals zu Hause noch 2 mal geschlafen haben – einmal vormittags und einmal nachmittags. Doch auch hier hat sich gezeigt, dass sich die Kinder dann relativ schnell an den einen Mittagsschlaf gewöhnen. Sollten Kinder noch eine Umgewöhnungszeit brauchen, von zwei auf einen Tagesschlaf, sollten die Kitas auch flexibel auf die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse ihrer Kinder eingehen. So sollte sich ein Kind, dass zum Beispiel früher müde ist und beim Mittagessen einschläft oder im Begriff ist einzuschlafen, sich ein bisschen früher hinlegen dürfen. Im Laufe der Zeit gewöhnen sich die Kinder aber in der Regel sehr gut an den neuen Rhythmus. Stellen Sie diese oder ähnliche Fragen am besten schon bei den Kennenlerngesprächen in den Einrichtungen, um einem unguten Gefühl beim Start vorzubeugen.

Mittagsschlaf, adé!

Im Alter von 3 und 4 Jahren verändern Kinder ihr Gesamtschlafbedürfnis erneut. Viele brauchen dann den Mittagsschlaf nicht mehr. In vielen Kitas gibt es aber einen festen Mittagsschlaf und die Kinder „müssen“ schlafen oder sie schlafen aus Gewohnheit trotzdem ein. Viele Eltern haben dann das Problem, dass die Kinder abends erst spät einschlafen können, weil sie nicht müde genug sind. Eltern sollten dann mit den ErzieherInnen sprechen und ihnen die Lage zu erklären, dass ihre Kinder abends zu spät ins Bett finden. Meistens findet man zusammen eine Lösung, wie man das Kind zum Beispiel nur kürzer schlafen lässt, wenn es keinen extra Raum für Kinder gibt, die wach bleiben und spielen dürfen.

Allerdings bestätigen viele ErzieherInnen, dass den Kitakindern über 3 Jahren bis zum Vorschulalter eine Ruhephase am Tag gut tut, sogar notwendig ist. Die Kinder legen sich dann hin, ruhen sich aus, indem sie beispielsweise einer Geschichte lauschen oder ein Hörspiel hören.

Fazit: 

Ausreichende Schlaf- und Ruhephasen sind in jedem Fall wichtig für die Lern- und Konzentrationsfähigkeit der Kinder, denn Gelerntes und Erfahrenes verfestigt sich im Schlaf. Außerdem tanken die Kinder neue Energie für die zweite Tageshälfte.

Jedes Kind ist ein Individuum und hat einen eigenen Rhythmus. Wichtig ist es, dass Sie immer auf die Signale und das Verhalten Ihres Kindes achten und die Erzieher bei Ihren Fragen und Wünschen mit einbeziehen. So wird es für alle eine tolle und entspannte Kitazeit.

Liebe Grüße

Eure Julia