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Sechs Wochen Ferien, sechs Wochen Ausschlafen  – und dann ist plötzlich der Schulalltag wieder da. Hier ein paar Erklärungen und Tipps, wie euch die Umstellung gut gelingen kann.

Jetzt nach den Sommerferien leiden viele Schulkinder unter – ich nenne es mal  – „Sommerferien Jetlag“.

6 Wochen lang spät/er ins Bett gehen, teilweise 1-2 Stunden nach der normalen Ins-Bett-Geh-Zeit als während der Schule. Bei den „Eulenkindern“, also den Kindern, die generell lieber morgens länger schlafen und abends schwerer ins Bett kommen, ist die Ferienzeit sehr willkommen – es entspricht ein bisschen mehr ihrem natürlichen Schlafbedarf. Diese Kinder lieben das Ausschlafen, endlich können sie schlafen so lange sie wollen und ihre Aufstehzeit verschiebt fast von Ferientag 1 nach hinten. 

Frühaufsteher-Lerchenkinder wollen im Urlaub auch später ins Bett gehen – es ist hell, alle sind lange wach… bei ihnen dauert es aber zum Teil sogar bis zu 2-3 Wochen, bis auch sie ihre Aufstehzeit ein Stück nach hinten schieben. Bei diesen Kindern staut sich oft schon während der Ferien ein kleiner Jetlag an. 

Bei Lerchenkindern sollte man also auch in den Ferien darauf achten, dass sich ihre Schlafenszeit nicht jeden Tag bis zum Äußersten ausdehnt. Das kann schwierig sein, durchzusetzen, vor allem, wenn andere Kinder länger wach sein dürfen – aber Schlafmangel ist sehr ungesund und äußert sich oft in höherer Reizbarkeit, einem dünneren Geduldsfaden und Weinerlichkeit.

Allerdings haben es Lerchenkinder dann nach den Ferien ein bisschen leichter, wieder in den Schulalltag zu starten. Ihre Ferien-Aufstehzeit hat sich vielleicht nur um maximal eine Stunde verschoben, zum Beispiel von normalerweise 6:30 auf 7:30. Eulenkinder schlafen in den Ferien zum Teil bis 9-9:30. Sie müssen also von jetzt auf gleich sogar bis zu 2 Stunden früher Aufstehen kompensieren.

Hier ein paar Tipps, wie ihr den Jetlag mit euren Kindern überwinden und den inneren Rhythmus wieder auf die Schulzeit vorbereiten könnt.

1) Abends wieder früher zu Bett

Wenn ihr es schafft, in der letzten Ferienwoche schon einmal beginnen, die Kinder jeden Abend immer ein bisschen früher ins Bett zu schicken. Am besten so im 15 Minuten Rhythmus. Also statt 22:30 in die letzten Wochen, 22:15 an Abend 1, 22:00 an Abend 2 und so weiter. Dann ist es am ersten Schultag nicht ganz so schwer.

2) Morgens früher wecken

Eine andere Idee ist, die Kinder auch in der letzen Ferienwoche ein bisschen früher zu wecken – nicht mit dem Wecker, sondern sanfter: mehr Licht machen, rum klappern, Musik anmachen, so dass man schön aufwacht. 

3) Gute Laune am Morgen

In der ersten Woche nach den Ferien ist die Umstellung am härtesten. Die Eltern können ihren Kindern das Aufstehen ein bisschen erleichtern, wenn sie selbst nicht morgens schon im Stress sind. Ein liebevolles Wecken mit Musik oder dem Duft von einem schönen Frühstück, lässt alle ein bisschen besser wieder in den Alltag starten. Seid nicht zu streng mit schlecht gelaunten, müden Kindern – sondern seid besonders lieb zu ihnen, das hilft ihnen am meisten. 

4) Ein schönes Abendritual

Auch hilft es, die Abende möglichst harmonisch zu gestalten. Frühe Abendbrotzeiten einplanen, um danach den Kindern noch die Möglichkeit zu geben, etwas Schönes zu machen oder vielleicht noch mal rauszugehen und sich zu bewegen. Das frühere „ins Bett gehen“ zum Beispiel mit der Aussicht auf eine längere Vorleseeinheit schmackhaft machen. Wenn die Kinder dann trotzdem nicht einschlafen können, Mitgefühl zeigen und nicht zu streng werden, die Kinder können nicht auf Knopfdruck und nicht mit Stress einschlafen.

5) Gemeinsam Atmen und eine Massage zum Einschlafen

Wenn das Einschlafen schwer fällt, könnt ihr mit euren Kindern eine kleine Atemübung machen. Legt eurem Kind eine Hand auf den Bauch und bittet es, ganz tief dahin zu atmen. Zählt dazu beim Einatmen bis zwei, beim Ausatmen bis 4. Das bis zu 10 oder 15 mal wiederholen. Das hilft beim Entspannen und Abschalten. Zusätzlich könnt ihr eure Kinder mit einer Fußmassage verwöhnen und ihnen so das Im-Bett liegen verschönern.

> Wie auch bei der Zeitumstellung in Frühling und Herbst – spätestens nach 10 Tagen sind alle wieder mitten drin im Alltag und in den regulären Schlafzeiten. Bis dahin wünsche ich euch viel Geduld und gute Laune 🙂

Leiden eure Kinder auch an Sommerferien Jetlag?

Viele Grüße, euer Schlafcoach Julia